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Dresden Neustadt

Antonstadt

Innere Neustadt

Allgemeines und Kultur

Dresden Neustadt lässt sich in die Innere und die Äußere Neustadt unterteilen. Der innere Teil gehörte bis 1732 zum alten Kern der Stadt auf der rechten Seite der Elbe. Er erstreckte sich bis zur Bautzener Straße und Glacisstraße, lag innerhalb der Stadtfestung und wird deshalb auch als historische Neustadt bezeichnet. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen u.a. die Bezirke Äußere Neustadt, Wilsdruffer Vorstadt und Johannstadt.
Neben ihren zahlreichen Galerien und Museen bietet die Innere Neustadtauch einige kulturelle Highlights. Der traditionsreiche Jazzclub Tonne befindet sich im Kulturrathaus auf der Königstraße. Dort werden nicht nur Jazz-und Blueskonzerte hochkarätiger internationaler Künstler veranstaltet, sondern die Mitarbeiter sind auch jedes Jahr sehr aktiv an der Organisation des Dixieland-Festivals beteiligt. Von Juni bis September finden die Filmnächte an den Elbwiesen statt und ziehen alljährlich zahlreiche Besucher nach Dresden Neustadt.

Sehenswertes

Die Königstraße ist eine edle Shoppingmeile und weist bis heute viele barocke Bürgerhäuser auf. Die barocke Dreikönigskirche war bis 1993 Sitz des Sächsischen Landtags, und am anderen Ende der Hauptstraße liegt der Neustädter Markt mit einem der Wahrzeichen Dresdens-dem Goldenen Reiter. Das majestätische Standbild des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August dem Starken prägt seit 1734 den Kern von Dresden Neustadt. Am Albertplatz liegen der Artesische Brunnen und das Erich-Kästner-Museum, das dem Leben und Schaffen des berühmten Dresdner Schriftstellers huldigt. Im Kügelgenhaus auf der Hauptstraße befinden sich die Dresdner Museen der Romantik regionalen Fußballgeschichte, und im Japanischen Palais am Neustädter Elbufer ist das Museum für Völkerkunde beheimatet.

Infrastruktur

Als wichtigste Verkehrsstraßen der Neustadt gelten die Königsbrücker und die Bautzener Straße, während sich rund um die Alaunstraße zahlreiche Kneipen, Läden und Restaurants befinden, die den eigenwilligen Charakter der Inneren Neustadt ausmachen. Die wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen dem alten und dem neuen Teil Dresdens bilden die Carola-und die Marienbrücke sowie die Antonstraße. Der Bahnhof Dresden Neustadt im Nordwesten des Stadtteils gilt als wichtiger Knotenpunkt für den Personen-und Güterverkehr innerhalb Deutschlands und ins Ausland.

Wirtschaft und Verwaltung

Die Wirtschaft der Inneren Neustadt hängt maßgeblich von Gastronomie- und Handelsbetrieben ab. Das Hotel Bellevue ist das größte Hotel, und als Einkaufsstraßen haben sich die Königstraße und die Hauptstraße etabliert. Das Regierungsviertel von Dresden Neustadt liegt rund um den Carolaplatz. Direkt an der Elbe haben die Staatskanzlei, die acht Ministerien der Stadt sowie das Stadtarchiv und das Ortsamt in mehreren neuen und historischen Gebäuden ihren Sitz.

Äußere Neustadt

Allgemeines
 
Außerhalb der Inneren Neustadt, die früher hinter der Stadtfestung lag und damit zum alten Kern Dresdens gehsörte, liegt die Äußere Neustadt. Sie gehört zu den historischen Dresdner Vorstädten und gilt heute als Szeneviertel. Der äußere Bereich von Dresden Neustadt liegt zwischen der Bautzener Straße und dem Albertplatz im Süden und dem Bischofsweg bis hin zum Alaunpark im Norden. Die östliche Grenze bildet der kleine Fluss Priesnitz, der 2002 auf verheerende Weise über seine Ufer trat und ganz Dresden überschwemmte.
 
Historisches
 
Das Gebiet der Äußeren Neustadt wurde erst ab 1701 zur Bebauung freigegeben, um 1751 entstand hier der älteste jüdische Friedhof Dresdens. Die Louisenstraße ist eine der ältesten Straßen der Stadt und führte ab 1797 unter der Bezeichnung „Badegasse“ durch die Neustadt. Ein Betrieb zur Herstellung von Kalium-und Aluminiumsalzen, den sogenannten Alaunen, gab der Straße zwischen Albertplatz und Alaunpark ihren Namen. Ende des 19. Jh. entstanden zahlreiche neue Gebäude im äußeren Gebiet von Dresden Neustadt, die den 2. Weltkrieg zum großen Teil unbeschadet überstanden haben.
 
Sehenswertes
 
Die Martin-Luther-Kirche aus Sandstein wurde im späten 19.Jh. errichtet und ist mit ihrem 81 Meter hohen Turm das Wahrzeichen von Dresden Neustadt. Unweit des Martin-Luther Platzes liegt der Alte Jüdische Friedhof. Der Milchladen „Pfunds Molkerei“ auf der Bautzener Straße entstand 1891 und wurde innen im Stil der Neorenaissance verziert. Auf der Görlitzer Straße liegt die Kunsthofpassage, deren fünf Innenhöfe künstlerisch gestaltet wurden und vom Stil her an den Künstler Friedensreich Hundertwasser erinnern. In dieser Passage haben sich kleine Ateliers, Cafes und Buchläden angesiedelt.
Das historische Nordbad auf der Louisenstraße wurde bereits 1895 eröffnet und ist das am längsten betriebene Hallenbad Dresdens. Die Priesnitzstraße gilt als die Atelierstraße im äußeren Teil von Dresden Neustadt und ist Standort zahlreicher Galerien und Kulturstätten. Das weltberühmte Travestietheater „Carte Blanche“ hat hier seinen Sitz. Die Gründerzeitgebäude der Äußeren Neustadt stehen heute alle unter Denkmalschutz, aber daneben haben sich über 250 Kneipen, Restaurants und Hostels behaupten können und sorgen für ein sehr aktives Nachtleben. Das Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt und seine „kleine Schwester“ das Hechtviertelfest bilden mit mehr als 100.000 Besuchern die größten Stadtteilfeste Ostdeutschlands.
 
Infrastruktur
 
Die Alaun-und die Louisenstraße bilden mit ihren Geschäften und Kneipen ein besonderes Herzstück der Äußeren Neustadt. Die Straßen sind generell sehr eng, dementsprechend gibt es auch wenige Parkplätze. In und um Dresden Neustadt verkehren sechs Bahnlinien, wobei der Albertplatz der wichtigste Knotenpunkt ist. Per Bahn lässt sich das Viertel ganz entspannt entdecken, und die Linien fahren die ganze Nacht hindurch, sodass alle Nachtschwärmer jederzeit problemlos nach Hause kommen.



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